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Sensorische Quantifikation

Die sensorische Quantifikation ist ein Verfahren zur Messung der Reizleitung dünner Nerven. An definierten Stellen wird eine Termode (eine Stimulationssonde zur Reizung mittels Wärme und Kälte) an der Haut angelegt und mehrere Messungen werden in Serie durchgeführt. Der Patient gibt laufend Rückmeldung, ob der Reiz beziehungsweise die Temperaturänderung, gespürt wurde oder nicht. Da die Temperaturänderungen sehr gering sein können, ist es während der Stimulationsphase sehr wichtig, dass der zu Untersuchende sehr entspannt ist und die Raumtemperatur als angenehm empfunden wird. Gemessen wird, in welcher Bandbreite Temperaturänderungen wahrgenommen werden.

 

Mit dieser Untersuchungsmethode können bereits Störungen der dünnen peripheren Nerven festgestellt werden noch bevor pathologische Veränderungen bei der Messung der Nervenleitgeschwindigkeiten fassbar sind (zum Beispiel bei Diabetes oder multipler Sklerose).

 

Die Ergebnisse der sensorischen Quantifikation bilden einen wesentlichen Baustein bei der Entscheidung, ob eine elektrische Stimulation von Hautnerven und innervierten Muskeln durchgeführt werden soll. Bei Störungen der Reizleitung dünner Nerven ist die Therapiewirkung der elektrischen Stimulation genannter Strukturen nicht zu erwarten.

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